ERINNERUNG, WAHRHEITSFINDUNG UND VERSÖHNUNG IN DER BILDUNG
Georg Arnhold International Conference
27.-30. Oktober 2026 an der Universität Lagos, Nigeria
Bildung kommt eine zentrale Rolle dabei zu, wie Gesellschaften ihre Vergangenheit erinnern, Gerechtigkeitsfragen verhandeln und Wege zur Versöhnung finden. Die Georg Arnhold Konferenz widmet sich dieses Jahr den vielschichtigen Funktionen von Bildungsmedien in konfliktgeprägten Kontexten. Einerseits wurden sie genutzt, um nationalistische Narrative zu stabilisieren und Gewalt fortzuschreiben. Andererseits besitzen Lehrbücher, digitale Bildungsmedien und Lernplattformen das Potenzial, als Speicher, Zeugnisse und Formen der Dokumentation zu fungieren und damit Prozesse der Versöhnung aktiv zu unterstützen.
Die Konferenz lädt Wissenschaftler*innen, Pädagog*innen und Praktiker*innen ebenso wie politische Entscheidungsträger*innen oder Künstler*innen dazu ein, gemeinsam zu untersuchen, wie Erinnerung, Wahrheitsfindung und Versöhnung in formalen wie informellen Bildungskontexten gestaltet werden. Schulen, Universitäten, kommunale Lernräume oder Wahrheitskommissionen können dabei als zentrale Orte verstanden werden, an denen historisches Gedächtnis konstruiert, kritisch reflektiert und über Generationen hinweg weitergegeben wird. Zugleich stehen Pädagog*innen vor der Herausforderung, sich mit komplexen und oft schmerzhaften historischen Themen wie Kolonialismus, Völkermord, Krieg, systemischer Diskriminierung und politischer Unterdrückung auseinanderzusetzen – und hierfür pädagogische Ansätze zu entwickeln, die dekoloniale Perspektiven, kritische Reflexion und soziale Heilungsprozesse fördern. …
Den ausführlichen Ausschreibungstext finden Sie auf unserer englischsprachigen Webseite.
Weitere Informationen zur Konferenz
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Workshop des International Rescue Committee
Teil der Summer Conference ist ein Workshop, der vom Airbel Impact Lab, der Forschungs- und Innovationsabteilung des International Rescue Committee (IRC), organisiert und geleitet wird. Während des Workshops lernen die Konferenzteilnehmer mehr über humanitäre Forschungsansätze und darüber, wie sie die Designprinzipien nutzen können, um die Wirksamkeit ihrer Arbeit zu verbessern und deren Anwendungsmöglichkeiten zu erweitern.
Im Anschluss an die Sommerkonferenz werden bis zu 5 Personen ausgewählt, die ein Fellowship beim IRC erhalten. Diese Personen werden eng mit den IRC-Mitarbeiter*innen zusammenarbeiten, um Arbeiten durchzuführen, die sowohl die Interessen des IRC als auch die der Stipendiat*innen fördert.
Alle Teilnehmenden der Summer Conference sind eingeladen, sich am Workshop zu beteiligen und können für ein Stipendium beim IRC ausgewählt werden.
Weitere Informationen finden Sie auf unserer englischsprachigen Konferenzwebseite.
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Teilnahme
Für die Teilnahme an der Konferenz werden keine Gebühren erhoben.
Die Teilnahme an der Konferenz wird durch das Georg-Arnold-Programm in Form von Einzelstipendien (regionale Pauschalbeträge) zur Ergänzung der Reisekosten für beitragende Teilnehmer*innen unterstützt.
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Bewerbung
Die Summer Conference begrüßt in erster Linie Bewerbungen von akademischen Expert*innen, Postdocs und Doktorand*innen aus den Geistes- und Sozialwissenschaften, insbesondere aus den Bereichen Bildung, Geschichte, Politikwissenschaften, Soziologie, Recht, Anthropologie und Psychologie. Praktiker*innen, die für internationale Organisationen und NGOs in den entsprechenden Bereichen tätig sind, können sich ebenfalls bewerben. Bewerbungen von Studierenden, die in einem Masterstudiengang eingeschrieben sind, und von Hochschulabsolvent*innen mit einem Masterabschluss werden in Ausnahmefällen berücksichtigt.
Die Frist für die Einreichung vollständiger Bewerbungen endet am tba. Die erfolgreichen Bewerber*innen werden bis tba benachrichtigt.
Die Arbeitssprache der Konferenz ist Englisch.
Das GEI plant, die Beiträge der Konferenz zu veröffentlichen. Bitte beachten Sie, dass von allen Teilnehmenden erwartet wird, dass sie ihren ersten Entwurf eine Woche vor der Konferenz (bis 19. Oktober 2026) einreichen, mit der Möglichkeit, ihn nach der Konferenz zu überarbeiten.