Leibniz-Forschungsverbünde und
-netzwerke

Leibniz-Forschungsverbünde

Leibniz-Institute schließen sich in Leibniz-Forschungsverbünden zusammen, um aktuelle Themen von hoher wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Relevanz inter- und transdisziplinär zu bearbeiten.

  • Wert der Vergangenheit

    Welchen Wert hat die Vergangenheit für Gesellschaften in Geschichte und Gegenwart? Und wie wird dieser Wert hergestellt und vermittelt? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des Leibniz-Forschungsverbunds "Wert der Vergangenheit". Untersucht wird – in deutscher, europäischer und globaler Dimension –, wie durch Sprache, Medialität und Digitalität historische Evidenz geprägt wird, wie Raum- und Zeitvorstellungen Geschichtsbilder konturieren, und wie die Ressource Vergangenheit für Vergemeinschaftungsprozesse und Identitätskonflikte sowie auf einem größer werdenden Geschichtsmarkt genutzt wird. Der Verbund knüpft an die Arbeit des Leibniz-Forschungsverbundes "Historische Authentizität" an.

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Leibniz-Forschungsnetzwerke

Leibniz-Forschungsnetzwerke widmen sich einem besonderen Schwerpunktthema oder einer Schlüsseltechnologie. Ziel ist es, die fachlichen und methodisch-technischen Kompetenzen der beteiligten Leibniz-Institute zu bündeln, auszutauschen, weiterzuentwickeln und nach außen hin sichtbar zu machen. Leibniz-Forschungsnetzwerke werden auf Vorschlag aus der Leibniz-Gemeinschaft vom Leibniz-Präsidium eingerichtet.

  • Bildungspotenziale (LERN)

    Forschende aus Erziehungswissenschaft, Fachdidaktiken, Linguistik, Kultur-, Medien- und Neurowissenschaften, Ökonomie, Politikwissenschaft, Psychologie, Soziologie sowie Informationswissenschaft und Informatik an 25 Einrichtungen haben sich im Leibniz-Forschungsnetzwerk Bildungspotenziale zusammengeschlossen, um ihre Expertise zu bündeln und die Sichtbarkeit der Leibniz-Gemeinschaft in Bildungsfragen bei politischen Entscheidungsträger*innen, in der Bildungsadministration und in der Öffentlichkeit zu erhöhen.

    Das Leibniz-Forschungsnetzwerk Bildungspotenziale hat vier Hauptziele, die seine Forschungstätigkeit und den Austausch mit anderen Agierenden im Bildungsbereich aus Wissenschaft, Politik, Verwaltung und der pädagogischen Praxis betreffen: Gemeinsame Forschungsschwerpunkte, Austausch wissenschaftlicher Expertise, internationale Vernetzung und Wissenstransfer.

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  • Östliches Europa

    Weltpolitische Ereignisse haben die östlichen Nachbarn und Partner Deutschlands in den vergangenen Jahren in den Fokus des gesellschaftlichen Interesses gerückt. Schlagzeilen machen dabei meist akute Krisen und Konflikte. Doch um das östliche Europa in seiner Dynamik umfassend zu verstehen und die komplexen internationalen Verflechtungen für die Zukunft nachhaltig zu nutzen, ist profundes Wissen nötig.

    In einer globalisierten Gesellschaft sind energie-, umwelt-und sicherheitspolitische Themen ebenso wichtig wie Fragen der Migration, Identität und des Umgangs mit kollektiver Erinnerung. Für die Bewältigung dieser Herausforderungen vereint die Leibniz-Gemeinschaft die stärkste Kompetenz zur osteuropabezogenen Forschung in der deutschen außeruniversitären Wissenschaft.

    Seit 2015 kooperieren die Leibniz-Institute disziplinübergreifend im Leibniz-Forschungsnetzwerk "Östliches Europa", um die Forschung zu dieser Region und den Austausch zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit zu fördern. Daraus ergeben sich Möglichkeiten der Zusammenarbeit in der Politikberatung, im Wissenschaftsdialog, in Forschungskonsortien, bei Infrastrukturen und in der Karriereförderung.

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  • CrisEn | Environmental Crisis - Crisis Environments

    Das Leibniz-Forschungsnetzwerk "CrisEn | Environmental Crisis - Crisis Environments" untersucht die Wahrnehmung und Regulierung von Umweltveränderungen als Krisen. Krisen werden verstanden als Bedrohungen, die als dringlich, existentiell und in ihren politischen Folgen ungewisse erlebt werden und dadurch ein politisches Krisenmanagement auslösen. Vor diesem Hintergrund untersucht das Leibniz-Forschungsnetzwerk, unter welchen Bedingungen Umweltveränderungen als Krise wahrgenommen oder auch bestritten werden und welche Governance-Arrangements ein effektives und nachhaltiges Krisenmanagement fördern. Beide Elemente sind wichtig, da die Zuschreibung von Umweltveränderungen als Krisen naturwissenschaftliche und gesellschaftliche Phänomene einbezieht, deren Wechselwirkung wissenschaftlich noch besser verstanden werden muss. Darüber hinaus beinhalten diese beiden Perspektiven auf Umweltkrisen die Förderung der Resilienz heutiger Gesellschaften im Hinblick auf Umweltveränderungen sowie ein Verständnis von Krisenszenarien auch als Chance für eine nachhaltigere Entwicklung.

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Kontakt

Dr. Constanze Demuth
Referatsleitung Wissenschaftsorganisation
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