Radwa Shalaby ist seit August 2026 Doktorandin in der Abteilung Wissen im Umbruch. Bereits von 2019 bis 2024 war sie dort als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig und wirkte an verschiedenen drittmittelgeförderten Forschungsprojekten mit.
In ihrem Dissertationsprojekt untersucht sie Fiktionalisierung als Modus der Wissensinszenierung in Schulbüchern und fragt danach, welche Funktionen sie im Schulbuch einnimmt und wie sie sich zu dem schulbuchspezifischen Islamdiskurs verhält.
Sie studierte Germanistik und Englisch an der Ain-Shams-Universität in Kairo und absolvierte dort ein literaturwissenschaftliches Aufbaustudium. Anschließend studierte sie Komparatistik an der Georg-August-Universität Göttingen.
Im Rahmen verschiedener Forschungsprojekte setzte sie sich insbesondere mit Diversität und Repräsentation, politischer Bildung sowie gesellschaftlichen Konflikt- und Differenzkonstruktionen auseinander. Ein besonderer Fokus ihrer Arbeit liegt auf dem Islamdiskurs aus intersektionaler Perspektive sowie auf dessen Verschränkung mit dem Extremismusdiskurs in Deutschland.
Publikationen
- Shalaby, Radwa und Riem Spielhaus (2023): Islam und Islamismus im Kontext von politischem Extremismus in aktuellen Schulbüchern für den Politikunterricht. In: Susanne Pickel et al. (Hrsg.): Gesellschaftliche Ausgangsbedingungen für Radikalisierung und Co-Radikalisierung. Politik und Religion. Wiesbaden: Springer VS. doi.org/10.1007/978-3-658-40559-5_10
- Jan Düsterhöft, Riem Spielhaus und Radwa Shalaby. Schulbücher und Muslimfeindlichkeit: Zur Darstellung von Musliminnen und Muslimen in aktuellen deutschen Lehrplänen und Schulbüchern. Eckert. Dossiers 2 (2023). urn:nbn:de:0220-2023-0063.
- Maral Jekta, Miriam Kurz, Götz Nordbruch, Katharina Reinhold, Christian Saßmannshausen, Radwa Shalaby, Riem Spielhaus (Hrsg.): Islamistische und rassistische Anschläge – ein Thema für Unterricht und Schule. Handreichung. Berlin: ufuq.de, 2021.