Georg Arnhold Senior Fellowship 2028

Das Leibniz-Institut für Bildungsmedien | Georg-Eckert-Institut (GEI) gibt die Ausschreibung des Georg Arnhold Senior Fellowships „Bildung für Nachhaltigen Frieden“ 2028 bekannt.

Die Hauptziele des Georg-Arnhold-Programms sind (i) eine Brücke zwischen Theorie und Praxis im Bereich der Friedensbildung zu schlagen, indem Wissenschaftler*innen und Personen aus der praktischen Friedensbildung zusammengebracht werden, (ii) dem Bedarf nach dekolonialen Ansätzen in der Forschung und Praxis im Bereich der Friedensbildung gerecht zu werden und (iii) durch seine Publikationen Erkenntnisse und Erfahrungen über Open-Access-Veröffentlichungen frei zugänglich zu machen.

Das Georg-Arnhold-Programm ist am Leibniz-Institut für Bildungsmedien | Georg-Eckert-Institut (GEI) in Braunschweig, Deutschland, angesiedelt. Das Institut forscht zu Produktion, Inhalten und Aneignung von schulischen Bildungsmedien in ihren soziokulturellen, politischen, ökonomischen und historischen Kontexten.

Das Georg Arnhold Senior Fellowship zielt darauf ab, Forschung zu Bildung für nachhaltigen Frieden zu fördern, mit einem besonderen Schwerpunkt auf Bildungsmedien und Lehrplänen im Sekundarschulbereich in allen Regionen der Welt. In ihrer Bewerbung sollten Bewerber*innen deutlich machen, inwiefern ihr Projekt den oben genannten Zielen des Programms entspricht.

Das Stipendium umfasst einen sechsmonatigen Forschungsaufenthalt am GEI in Deutschland und bietet herausragenden und erfahrenen Persönlichkeiten im Bereich der Friedensbildung die Möglichkeit, sich auf ein forschungs- oder praxisbezogenes Projekt zu konzentrieren. 

Die Stipendienleistungen umfassen

  • Ein monatliches Stipendium von 3.300 EUR für eine Stipendienlaufzeit von bis zu sechs Monaten, einschließlich eines längeren Aufenthalts am Leibniz-Institut für Bildungsmedien ǀ GEI in Braunschweig, Deutschland
  • Economy-Flugkosten nach und von Deutschland.
  • Administrative Unterstützung durch die Programmkoordinatorinnen (einschließlich der englischsprachigen Publikationsarbeit während und als Ergebnis des Stipendiums)

Zielgruppen

Das Stipendium richtet sich an herausragende Wissenschaftler*innen aus den Geisteswissenschaften, den Politik- und Sozialwissenschaften oder Erziehungswissenschaften, deren Projekt fest im Bereich der Friedensbildung verankert ist. Ebenfalls willkommen sind Bewerbungen von erfahrenen Praktiker*innen aus dem Bereich der Friedensbildung, die über umfassende internationale Erfahrung, beispielsweise im Management von Nichtregierungsorganisationen, verfügen.

Bewerber*innen aus dem wissenschaftlichen Bereich müssen über eine abgeschlossene Promotion verfügen, Bewerber*innen aus der Praxis müssen mindestens fünf Jahre lang herausragende berufliche Leistungen in ihrem Arbeitsgebiet nachweisen. „Pracademics” sollten wissenschaftliche Exzellenz mit praktischer Erfahrung und Basisarbeit verbinden.

Verpflichtungen der*des Stipendiat*in

  • Die*der Georg Arnhold Senior Fellow soll Arbeiten im Bereich der Bildung für nachhaltigen Frieden durchführen, vorzugsweise mit Schwerpunkt auf Bildungsmedien, Curricula-Entwicklung.
  • Von dem*der Stipendiat*in wird erwartet, dass er*sie in Zusammenarbeit mit der Koordinatorin des Georg-Arnhold-Programms Verantwortung für die fachliche und konzeptionelle Gestaltung der Georg Arnhold Conference übernimmt. 
  • Die*der Georg Arnhold Senior Fellow stellt ihr*sein Projekt in einem öffentlichen Vortrag am Georg-Eckert-Institut vor.
  • Von der*dem Stipendiat*in wird erwartet, dass sie*er die Dauer ihres*seines Stipendiums am GEI in Braunschweig verbringt und am täglichen Arbeitsleben des Instituts teilnimmt. Die Arbeitssprache ist Englisch.
  • Die Ergebnisse des Projekts der*des Stipendiat*in sollen spätestens ein Jahr nach Beendigung des Stipendiums zur Veröffentlichung vorgelegt sein.
  • Die Ergebnisse der Arbeit des*der Stipendiat*in sollten vorzugsweise in Strategiepapiere, Lehrmaterialien, wissenschaftliche Artikel oder eine umfangreichere Veröffentlichung fließen.
  • Die*der Stipendiat*in ist selbst dafür verantwortlich, sich einen Reisepass und, falls erforderlich, ein Visum zu beschaffen sowie für die Dauer des Aufenthalts in Deutschland eine Kranken- und Haftpflichtversicherung abzuschließen.

Das Stipendium bietet

  • Zugang zur internationalen Sammlung von Bildungsmedien (wie Schulbüchern, Lehrplänen und schulischen digitalen Bildungsmedien) des GEI als Forschungsressource und die Möglichkeit, die Rolle von Bildungsmedien in Friedens- und Versöhnungsprozessen sowie bei der Verschärfung von Ungleichheiten und Konflikten zu untersuchen.
  • Betreuung durch bzw. Diskussionen mit Expert*innen des GEI sowie die Möglichkeit, auf Forschungskolloquien des Instituts Vorträge zu halten.
  • Die Nutzung des Experimental-Labors „The Basement“ (experimentelles Labor für digitale Medien am GEI mit den Schwerpunkten spielbasiertes Lernen, VR, Robotik, kreative Pädagogik usw.) für die eigene Forschung.
  • Zugang zu einem breiten Netzwerk von Wissenschaftler*innen und Praktiker*innen, die an der Schnittstelle zwischen Friedenserziehung und Bildungsmedienforschung tätig sind.
  • Open-Access-Gebühren für direkte Projektergebnisse werden nach Möglichkeit übernommen.

Bewerbungs- und Auswahlverfahren

Das Bewerbungs- und Auswahlverfahren besteht aus fünf Schritten:

Online-Bewerbung: Interessierte Bewerber*innen können das Online-Bewerbungsformular ausfüllen. Darin werden Sie gebeten, Ihr Projekt mit Hilfe Leitfragen zu dessen Zielen, der Forschungslücke, die Sie zu schließen gedenken, dem methodischen und theoretischen Rahmen Ihres Projekts sowie den erwarteten Ergebnissen zusammenzufassen. Bevor Sie beginnen, empfiehlt es sich daher, kurze und längere schriftliche Beschreibungen bereitzuhalten. Bitte lesen Sie vor Beginn unsere Richtlinien zur Nutzung von KI.

Vorauswahl durch das Leibniz-Institut für Bildungsmedien | Georg-Eckert-Institut (GEI): Die erste Vorauswahl geeigneter Kandidat*innen und geeigneter Projekte erfolgt in einem mehrstufigen Auswahlverfahren durch wissenschaftliche Expert*innen des Instituts. Bis zu 10 Bewerbungen werden dann an den Wissenschaftlichen Beirat weitergeleitet.

Vorauswahl durch den wissenschaftlichen Beirat des Georg-Arnhold-Programms: Der Beirat wählt die drei besten Kandidat*innen für den letzten Auswahlschritt aus.  

Einreichung von Vollanträgen durch die in die engere Wahl gekommenen Kandidaten: Die drei Top-Kandidat*innen werden aufgefordert, eine vollständige Bewerbung (einschließlich eines kurzen Lebenslaufs und einer Publikationsliste) und einen detaillierten Projektvorschlag per E-Mail einzureichen. Der vollständige Projektvorschlag sollte nicht länger als 25 Seiten sein und Referenzen und Belege für die Wirkung, die Sie im Bereich der Friedensbildung erzielt haben, enthalten (z. B. häufig zitierte Veröffentlichungen, Projektwebseiten, Erfolgsgeschichten usw.).

Finale Auswahl: Um sich ein klares Bild von der Fähigkeit des*der Kandidat*in zu machen, die Ziele seines*ihres Projekts zu erreichen, zu verbreiten und zu vermitteln, wird jede*r der drei in die engere Wahl gekommenen Kandidat*innen zu einem Online-Interview mit dem wissenschaftlichen Beirat des Georg-Arnhold-Programms eingeladen. 

Auswahlkriterien: Die ausschlaggebenden Kriterien für die Auswahlentscheidungen des GEI-Komitees sowie des wissenschaftlichen Beirats sind (i) die Fachkompetenz, Erfahrung und Innovationskraft des*der Bewerber*in in Praxis und/oder Wissenschaft, (ii) die Gesamtqualität des Projekts und der erwarteten Ergebnisse, (iii) die Übereinstimmung des Projekts mit den Zielen des Georg-Arnhold-Programms (siehe oben) sowie (iv) die Motivation des*der Bewerber*in, konkret vom Aufenthalt am GEI zu profitieren. 

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Kontakt

Katharina Baier | Program Manager
Tel.: +49 (0)531 59099-226
E-Mail senden

Zum Einsatz von KI bei der Bewerbung auf das Fellowship

Jeder Einsatz von KI-Tools während des Recherche-, Schreib- und Bewerbungsverfahrens muss offengelegt werden. Dazu gehört die eindeutige Kennzeichnung aller Inhalte, die mit Hilfe von KI-Tools erstellt oder bearbeitet wurden. Es sind Angaben zur verwendeten Software, einschließlich des Anbieters und der Version, sowie die vollständige Dokumentation der verwendeten Prompts und der Daten ihrer Verwendung vorzulegen; ebenso sind Angaben zu etwaigen eingesetzten Prompt-Engineering-Tools zu machen. Die Verantwortung für die Offenlegung dieser Informationen liegt beim Verfasser des Antrags.

Das Bewerbungsformular enthält einen Abschnitt, in dem detailliert nach dem Einsatz von KI in Ihrer Projektbeschreibung und Bewerbung gefragt wird.

Der Einsatz von KI-Tools während der Forschungsplanungsphase ist im Abschnitt „Methodik“ zu dokumentieren. Einzelheiten zum Einsatz von KI für andere Zwecke, einschließlich Forschung, Brainstorming, Textgenerierung oder Übersetzung, sind in einer separaten Erklärung (Abschnitt im Antragsformular) zu dokumentieren.

KI-generierte Inhalte dürfen nicht als eigene Forschungsergebnisse präsentiert werden. 

Die Bewerber*innen sind zudem verpflichtet, KI-Systeme so auszuwählen und einzusetzen, dass die generierten Ergebnisse von ihnen selbst und von anderen so gründlich und detailliert wie möglich überprüft werden können.

Im Falle einer gemeinsamen Autorenschaft ist es erforderlich, von Beginn an den Umfang und die Art der einzusetzenden KI-Systeme zu klären und deren Einsatz entsprechend zu dokumentieren. Die Verantwortung für den Text liegt gemeinsam bei allen Autoren/Antragstellern. Jede Abweichung von diesen Grundprinzipien ist im Antrag ausdrücklich anzugeben.

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